Ziel

Die „Regenbogenbrücke“

Nach dem Anschlag nahm MANEO-Projektleiter Bastian Finke mit dem für Lesben,
Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle (LGBT) zuständigen Mitarbeiter der
Stadtverwaltung in Tel Aviv Kontakt auf, um die Möglichkeit einer Einladung an
die Betroffenen des Anschlages nach Berlin zu besprechen. Die Initiative wurde
ausdrücklich begrüßt. Nach Rücksprache mit Tom Schreiber entstand daraus das
Projekt „Regenbogenbrücke“. In der weiteren Planung wurde beschlossen, dass
auch Vertreter von Anti-Gewalt-Projekten, der Polizei und des Stadtrates von Tel
Aviv eingeladen werden sollen, die sich gegen Homophobie und Hassgewalt engagieren.
Die Einladung an eine offizielle Delegation würde die großartige Gelegenheit
bieten, sich mit Vertretern von Projekten, der Polizei und des Abgeordnetenhauses
in Berlin auszutauschen, zumal das Land Berlin Anfang 2009 mit einem
parteiübergreifenden Beschluss deutlich gemacht hat, Homophobie und
Hassgewalt zukünftig stärken zu ahnden.

Damit Erfahrungen aus anderen Region eingebunden werden können, werden
kurze Aufenthalte auch in Potsdam und in Köln eingeplant. Neben Berlin engagiert
sich gerade auch die Stadt Köln in vorbildlicher Weise gegen Homophobie
und Hassgewalt.

Das Projekt „Regenbogenbrücke“ will eine Brücke zwischen den lesbischschwulen
Szenen in Tel Aviv, Berlin, Potsdam und Köln ganz im Zeichen einer Stärkung des
gegenseitigen Austausches, Verständigungsprozesses und Solidarität bauen. Der
zweiwöchige Begegnungsaufenthalt in Deutschland wird im August 2010 stattfinden.
Neben einem Programm für offizielle Vertreter von Projekten, Polizei und
Stadtrat findet eine Jugendbegegnung mit jungen Menschen aus Berlin und mit
jungen Menschen aus Tel Aviv statt, die den schrecklichen Anschlag in Tel Aviv
überlebt haben. Für 2011 ist ein Gegenbesuch in Tel Aviv in Planung.

Die „Regenbogenbrücke“ will zukünftig an weiteren, städteübergreifenden Projekten
in und außerhalb Europas arbeiten. Ziel ist es, Erfahrungen, Ideen und
Konzepte in der Anti-Gewalt-Arbeit auszutauschen sowie gesellschaftliche Toleranz
und Vielfalt zu fördern.